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Neues und Wissenswertes zu den Feierlichkeiten zu »1000 Jahre Linden«.


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Die Entwicklung eines Landstrichs im Wandel der Zeit. Die Chronik Lindens mit vielen Bilddokumenten.


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Chronik des Lindener Schützenklubs von 1926 e.V.

Der Anfang

Im Jahre 1926 wird in politisch und wirtschaftlich unruhigen Zeiten der Arbeiterschützenklub Linden gegründet. Der Name sagt deutlich aus, dass dieser Schützenklub als ein Treffpunkt der Arbeiterklasse verstanden werden sollte. An Dokumenten aus dieser Gründungszeit ist leider nichts mehr im Verein vorhanden.

Ende der 20er Jahre erfasst die Weltwirtschaftskrise das Land und die Zahl der Arbeitslosen steigt. Der Beginn vom Ende des Arbeiterschützenklub Linden beginnt sich abzuzeichnen. Ein neues Waffengesetz „zur Sicherung von Wirtschaft und Finanzen und zum Schutz des Inneren Friedens" mit dem Nachweis der persönlichen Zuverlässigkeit wird zwischen den Jahren 1928 und 1931 erlassen.

Der entscheidende Hinweis für das Aus des Arbeiterschützenklubs findet sich in der Chronik der Schützengesellschaft Wolfenbüttel: »Zum 14.Februar 1932 wird schon wieder eine außergewöhnliche Generalversammlung einberufen... Es wir auch über den „Arbeiterschützenverein" berichtet, welcher auf den Ständen der Schützengesellschaft schießen durfte und dass dieser Verein aus Kommunisten bestehe. Das Schiessen wird dem Verein für die Folge verboten.«

Das Ende des Arbeiterschützenklub war endgültig besiegelt. Kein Schießstand und dann noch als sogenannte Kommunisten persönlich unzuverlässig!

Nach dem 2.Weltkrieg war den Bürgern jeglicher Waffenbesitz bei Androhung der Todesstrafe verboten. Erst im Jahre 1951 wird ein Sportwaffengesetz erlassen. Der Deutsche Schützenbund wird gegründet. Viele Schützenvereine entstehen in diesem Jahr, wie etwa in Adersheim und Kissenbrück.



Die Neugründung

Am 15.Juli 1958 findet eine Versammlung von Schießsportinteressierten statt. In dieser Versammlung wird ein provisorischer Vorstand gewählt, der aus den Schützen Karl Neitzke, Karl Goldbach und August Tacke besteht. Dieser provisorische Vorstand arbeitet eine Satzung aus und legt diese am 20.Juli 1958 auf der Gründungsversammlung in der Gastwirtschaft Asseblick der Versammlung vor.
Bei dieser Gründungsversammlung sind 37 Interessierte anwesend, welche beschließen, dass der Name des Vereins „Lindener Schützenklub von 1926 e.V." heißt und die Rechtsnachfolge des 1926 gegründeten Arbeiterschützenklubs antreten soll.

Zum 1.Vorsitzenden wird Karl Neitzke gewählt. Im Anschluss an diese Versammlung wird ein Probeschiessen im Garten des Vereinswirtes durchgeführt.

Der „Lindener Schützenklub von 1926 e.V." wird dem Unterkreis Asse II zugeordnet.

Bereits im Januar 1959 gibt es eine Jugendgruppe mit 9 Jugendlichen und es wird beschlossen, in dem Jahr noch eine Juniorengruppe anzuschließen. Zum Zeitpunkt der Generalversammlung im April 1959 sind bereits 73 Mitglieder im Verein eingetragen.

Zu diesem Zeitpunkt verfügt der Verein über 4 Luftdruckstände und 3 Vereinsgewehre. Innerhalb der ersten 9 Monate des Bestehens des Vereins werden 52 Leistungsnadeln vergeben! Die ersten geprüften Schießwarte des Vereins sind im Jahr 1960 die Mitglieder Fritz Jendrich, Heinz Fricke und Emil Gattermann.

Im Verein wird neben dem Schiessen allerdings auch das gesellige Vereinsleben gepflegt. Es werden Bälle veranstaltet, so zum Beispiel im Jahr 1960 unter dem Motto „Nachts auf der Reeperbahn".

Am 14.4.1962 übernimmt Heinz Fricke das Amt des ersten Vorsitzenden. Er übergibt dieses Amt am 30.3.1963 an Hans Liefert, welcher den Vorsitz für mehr als 10 Jahre beibehält.

Am 31.10.1967 wird der „Lindener Schützenklub von 1926 e.V." in das Vereinsregister des Amtsgerichts Wolfenbüttel eingetragen. Am 9.3.1968 tritt der Verein dem Ortsrat Linden bei.

Ein eigenes Heim

Auf einer außerordentlichen Hauptversammlung am 13.Juni 1971 stimmen 43 von 44 anwesenden Mitgliedern dafür, dass das Vereinslokal gewechselt wird. Die Entscheidung fällt zugunsten des Kuhstalls des Bauern Repke, welcher von den Vereinsmitgliedern in Eigenarbeit zu einem Schießstand umgebaut wird. Auf 6 Ständen können Luftdruck-u.KK-Wettbewerbe durchgeführt werden. Die Abnahme des neuen Schießstands erfolgt am 5.Oktober 1971 durch Herrn Lorenz.

Ein Schützenheim wird angegliedert. Für diese Schützenheim wird eine Konzession zum Ausschank erteilt, und es werden von nun an im „eigenen Heim" die Vereinsfestivitäten durchgeführt. Viele schöne Erinnerungen verbinden die damaligen Vereinsmitglieder noch mit dem „Tanz auf der Tenne", welcher mit großem Erfolg zweimal stattfindet.



Umzug in die Lindenhalle

1973 wird in der Gemeinde Linden eine Mehrzweckhalle errichtet. Für die Lindener Schützen sind in den Kellerräumen Schießstände und ein Aufenthaltsraum vorgesehen. Am 1.12.1973 bezieht der „Lindener Schützenklub von 1926 e.V." sein neues Domizil in der „Lindenhalle". Nun verfügt der Verein über 6 Luftdruckstände sowie 4 KK-Stände (50m/25m) und 2 KK-Stände (25m). Zusätzlich ist ein Aufenthaltsraum angegliedert, in dem ca.50 Personen Platz finden. Mit dem Umzug in die Lindenhalle schreitet die sportliche Entwicklung des Vereins voran.

1974 übernimmt Reinhard Böhm das Amt des ersten Vorsitzenden von Hans Liefert.

1976 feiert der Verein sein 50jähriges Bestehen mit einem großen Ball. Zu diesem Zeitpunkt hat der Verein 130 Mitglieder, hiervon sind 30 Jugendliche eingerechnet.

Im Jahre 1978 wird Karl-Friedrich Senne erster Vorsitzender des Vereins. Die Mitglieder des Vereins erringen viele sportliche Erfolge. Nach 8 Jahren übernimmt Bernfried Keye das Amt des 1.Vorsitzenden. Er füllt dieses Amt 15 Jahre lang aus, bis er es aufgrund seines Engagements als Vorsitzender des Kreisschützenverbandes nicht mehr für den Vorstand des Vereins zur Verfügung steht. Während seiner Amtszeit wächst die Fraktion der Großkaliberschützen im Verein um Günter Mielow zu einer dominierenden Größe im Landkreis Wolfenbüttel heran. Es werden jährlich Pokalschiessen veranstaltet, zu denen sich immer mehr Leistungsschützen aus ganz Norddeutschland einfinden. Zusätzlich gewinnen die Lindener Schützen mit den Luftdruckwaffen und KK-Waffen viele Niedersächsische Meistertitel und starten bis einschließlich zur Deutschen Meisterschaft.

Im gesellschaftlichen Bereich erinnert man sich noch gerne an die vielen Veranstaltungen, welche vom 2.Vorsitzenden Peter Posner organisiert wurden. Hierzu gehören unter anderem einige mit viel Liebe ausgearbeitete Autorallyes.

Heute

Im Januar 2001 gehören dem SK-Linden ca.165 Mitglieder an. Die Jugendabteilung des SK-Linden umfasst ca.30 Jugendliche. Die Jugendlichen starten sowohl auf Unterkreisebene als auch auf Kreisebene mit Luftdruck-u.KK-Waffen.

Im Jahr 2001 feiert der „Lindener Schützenklub von 1926 e.V." sein 75jähriges Bestehen.

Seit Februar 2001 ist Jürgen Birthelmer der Chef des „Lindener Schützenklubs von 1926 e.V.". Ihm kommt die schwierige Aufgabe zu, den Verein durch die Schwierigkeiten zu manövrieren, welche durch den Umbau der Lindenhalle und den damit verbundenen zeitweisen Ausfall der Vereinsräume entstehen. Auch findet in seiner Amtszeit ein Generationswechsel in der Vereinsführung statt. Ebenso ist jetzt der Zeitpunkt gekommen, um eine neue Generation in der Jugendabteilung des SK-Linden an den Schießsport heranzuführen.

Es bleibt zu hoffen, dass der SK-Linden sportlich sowie auch kameradschaftlich all diese Schwierigkeiten meistert. Ebenso wünschen wir uns, dass die Chronik zum 100jährigen Bestehen des Vereins noch weitere Glanzpunkte aufweisen wird. Thomas Neumeister (2.Vorsitzender des SK-Linden) im November 2001

Weitere Informationen unter: www.sk-linden.wf-net.de

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KONTAKT

Der Lindener Schützenklub e. V.

Michael Rulf
Okerring 28
38300 Wolfenbüttel


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