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Neues und Wissenswertes zu den Feierlichkeiten zu »1000 Jahre Linden«.

GESCHICHTE LINDENS
Die Entwicklung eines Landstrichs im Wandel der Zeit. Die Chronik Lindens mit vielen Bilddokumenten.
LINDEN HEUTE
1000 Jahre und noch immer jung: Ein Ortsteil stellt sich vor.
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Die Chronik Lindens (3)
Die Heerstraße und der Zoll
Linden lag an der alten Handelsstraße, die von Braunschweig über
Wolfenbüttel und Halberstadt nach Leipzig und Erfurt führte.
Solange der Hessendamm über das Große Bruch noch nicht bestand,
bewegte sich der Verkehr von und nach Halberstadt über Zilly und
Osterwieck ausschließlich über Hornburg. Die älteste
Straßenführung ging von Wolfenbüttel über Linden
und überquerte die Altenau auf der Nettebrücke, die später
Donnerburgbrücke genannt wurde. Von dort zog sie sich westlich
des Ösel entlang, ohne den Ort Neindorf zu berühren. Dann
machte sie eine östliche Biegung über den südlichen Teil
des Ösel und ging weiter über Kissenbrück, Bornum und
Achim Richtung Hornburg, wo sie in die von Minden nach Halberstadt führende
Heerstraße einmündete. Charakteristisch für die Heerstraße
war, daß sie die Dörfer meist umging. So streifte sie Linden
nur zwischen der Kirche und dem Gutshof
An der Heerstraße (heute Lindener und Neindorfer Straße)
wurde in Linden ein Zoll eingerichtet, der seit dem 14. Jahrhundert
urkundlich nachweisbar ist. Um 1630 wurde er in das Gotteslager vor
Wolfenbüttel verlegt. An welcher Stelle sich das Zollhaus befand,
läßt sich nicht mehr genau feststellen. Es ist anzunehmen,
daß es noch innerhalb des Dorfes lag, und zwar auf der linken
Seite des Dorfausgangs Richtung Neindorf. Im 18. Jahrhundert waren noch
die alten Flurbezeichnungen Vor dem Zoll und Am Schlagbaume geläufig.
Die Lage der Flurstücke stimmte mit der genannten Stelle überein.
Ob mit der Bezeichnung Am Schlagbaume auf den Zoll hingewiesen wurde,
ist nicht eindeutig, denn es konnte sich ebensogut um die in jedem Ort
übliche Absperrung der Dorfstraßen durch Schlagbäume
handeln. Im Erbregister von 1588 wurde das Zollhaus genannt, in dem
der Zöllner Henning Hastmann wohnte. Er brauchte dem herzoglichen
Amte keine Handdienste zu leisten, ebensowenig wie der nach ihm aufgeführte
Klustner und Dammwärter, d. h. der für die Heerstraße
zuständige Dammvogt. Ursprünglich lag der Zoll an einer anderen
Stelle, möglicherweise am nördlichen Ortsausgang. Im Erbregister
von 1566 wurde ein ehemaliges Zollhaus erwähnt, das sich auf einem
Kothof des Klosters Steterburg mit drei Hufen Land befand, der in den
Besitz des Halbspänners Hans Striling gekommen war. Im Jahre 1581
gab es an der Hornburger Straße noch die wüste Stelle, wo
früher das alte Zollhaus gestanden hatte.
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Maria Hauck:
Geschichte des Dorfes Linden
Herausgegeben von der Stadt Wolfenbüttel, 1992 |
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