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Neues und Wissenswertes zu den Feierlichkeiten zu »1000 Jahre Linden«.


GESCHICHTE LINDENS

Die Entwicklung eines Landstrichs im Wandel der Zeit. Die Chronik Lindens mit vielen Bilddokumenten.


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1000 Jahre und noch immer jung: Ein Ortsteil stellt sich vor.


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Die Chronik Lindens

Die älteste urkundliche Erwähnung des Ortes Linden wurde aus dem Jahre 1007 überliefert. Doch wie wurde aus einem verschlafenen mittelalterlichen Ort ein Stadtteil mit über 4000 Bewohnern? In ihrer Chronik »Die Geschichte des Dorfes Linden« zeichnet Maria Hauck akribisch die Entwicklung Lindens auf. Mit freundlicher Genehmigung der Autorin bringen wir hier einige Auszüge.

Der Ortsname

Der Ortsname Linden, der sich als »Lindenheim« erklären läßt, ist in Deutschland und auch in anderen Ländern häufig vertreten. Er setzt sich aus dem Bestimmungswort Linde und dem Grundwort -heim zusammen, das zu -um, -hem, -em, -en abgeschliffen ist. Bei der Namensgebung spielte das auffällige Vorkommen entweder einer Vielzahl von Linden oder auch eines einzelnen Lindenbaumes eine Rolle. Das gotische haims, althochdeutsch heim, bedeutet Haus, Wohnung, Wohnsitz, Dorf, Siedlungsgeschichtlich weisen die Orte mit der Endung -heim oder den genannten Kurzformen auf die fränkisch-sächsische Zeit hin (531 bis etwa 900). Sie könnten aber auch älter sein als die Orte, die auf -dorf, -hof, -hausen enden. Die auf -heim endenden Orte stellen in ganz Deutschland die stärkste Namensgruppe dar und sind im Landkreis Wolfenbüttel besonders auffallig. Ihre Entstehungszeit könnte über das fränkische Zeitalter hinauszurücken sein, da die Orte, vor allem im ostfälischen Gebiet, in siedlungsgünstigem Gelände lagen und ihre Flurverfassung oft über die Zeit der Sachsenkriege hinausging.

Folgende Namensformen sind urkundlich belegt:

Lindim/Lindun: 1007
Linden: 1118, 119l, 1210, 1389, 1447, 1457
Lindem: 1179, 1218, 1318
Linder: 1246
Lindum: um 1250, 1299, gegen 1300, 1344
Lyndum: 1355
Lyndem: 1389,1392
Lynden: 1398
Linde: 1430
Lindhem: 1318, 1344

Vom 16. bis zum 18. Jahrhundert schrieb man entweder Linden oder Lindem, vereinzelt auch Lyndem, bis sich im Laufe des 19. Jahrhunderts die heute gebräuchliche Schreibweise durchsetzte.

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Maria Hauck:
Geschichte des Dorfes Linden
Herausgegeben von der Stadt Wolfenbüttel, 1992

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